Bocas Del Toro: Strandparadies der Karibik
Unser erster Halt in Panama führt uns auf die Inselgruppe Bocas del Toro. Hier verbringen wir wegen Krankheit wieder einmal ein paar Tage im Zimmer. Alex taucht zum ersten Mal ohne Fabienne und wir erkunden verschiedene mehr oder weniger abgelegene Strände wie aus der Reisebroschüre

- Alex & Fabienne
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Grenzübertritt
Nachdem wir 45min auf unseren Shuttle in Puerto Viejo gewartet hatten, kamen wir ziemlich schnell an der Grenze an. Wir waren heilfroh, Unterstützung beim Grenzübertitt zu bekommen. Die Costa Rica - Panama Grenze war wirklich sehr verwirrend, ohne offiziell wirkende Zoll-Gebäude und mit vielen Baucontainern. Die Ausreise war schnell erledigt, dann mussten wir zu Fuss über die lange Brücke laufen, bevor wir uns an die Immigration nach Panama machen konnten. Das Gebäude war ziemlich versteckt und alleine hätten wir uns wahrscheinlich dumm und dämlich gesucht. So ging es aber ziemlich zügig und anstehen mussten wir auch kaum.
Der Shuttle fuhr uns dann noch bis Almirante, wo wir auf das Boot auf die Inseln warten sollten. Uns wurde gesagt, dass es in 35min fahren würde. In Wahrheit warteten wir über 2 Stunden. In dieser Zeit kamen und gingen immer wieder verschiedene Boote, aber keines war für uns. Kaum hatten wir uns ein Bier gekauft (ausser Snacks gab es nichts zu essen), konnten wir endlich einsteigen und im goldenen Licht der langsam untergehenden Sonne gleiteten wir über das flache Meer. Zu Fuss liefen wir zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage und packten aus.
Völlig ausgehungert und frisch geduscht trafen wir uns mit Vincent aus Thun, der im gleichen Shuttle unterwegs war. Wir fielen nur so über unsere Burger her und plauderten noch bis das Restaurant schloss.
Bettruhe
Am nächsten Morgen wachte Fabienne mit Glieder- und Gelenkschmerzen auf und wir verbrachten den Tag mehrheitlich im Bett, da später auch noch Fieber dazu kam.
Auch den zweiten Tag auf der Insel verbrachten wir gemütlich, auch wenn das Fieber nun weg war. Am späteren Nachmittag paddelten wir noch mit einem SUP über die Bucht und kühlten uns im Wasser ab. Wir wurden von den Eltern unseres Vermieters (amerikanischer Auswanderer, lebt aber seit 25 Jahren auf der Insel) auf ein Bier eingeladen und plauderten bei ihnen auf der Terrasse.
Tauchen
Am dritten Tag regnete es in Strömen. Alex ging am Nachmittag das erste Mal alleine auf einen Tauchgang, da Fabienne wegen ihrer Ohrenentzündung noch nicht tauchen durfte. Er hatte aber trotzdem sehr viel Spass und machte sie mit dem Katamaran-Wrack neidisch! Da er der einzige Fun Diver war, hatte er einen Dive Master für sich alleine. Der Praktikant hat sich auch noch angeschlossen und so tauchten sie zu dritt durchs Riff. Eine Auswahl was wir sahen, in fett die Highlights für Alex (Teilweise ist’s schwer eine Deutsche Bezeichnung zu finden, daher bleibt’s beim Englischen):
- Karibische Languste
- Eine Tintenfisch Familie
- Spotted Drum Juvenile
- Moräne sowie eine Chain Moray
- Cowfish
- Southern Puffer
- Trompetenfisch
- Tiger Tail Sea Cucumber
- Seegurken
- Bearded Toadfish
- Yellow Arrow Crab
Red Frog Beach
Mit dem Wassertaxi liessen wir uns auf die Insel Bastimentos bringen. Dort wanderten wir von Städchen Old Bank durch den Wald zum Wizard Beach. Wir machten ein Nickerchen im Schatten und kühlten uns im Wasser ab. Dann suchten wir ziemlich lange nach dem Pfad zum Red Frog Beach. Fabienne wollte schon aufgeben, als wir den Eingang dann doch noch fanden. Der Weg führte durch den Dschungel und wir sahen mehrere winzige und knallrote Pfeilgiftfrösche im Laub.
Der Strand selber war auch hübsch, aber definitiv voller als der Wizard Beach. Wir fanden ein mehr oder weniger schattiges Plätzchen, um zu lesen und dösen. Im Wasser fanden wir immer wieder grössere Felsen, was das baden etwas erschwerte.
Für den Rückweg liefen wir quer über die Insel, durch ein Resort bis zu einem Steg, wo wir ein Wassertaxi zurück nach Bocas Town nahmen.
Playa Estrella
Auch auf der Hauptinsel gibt es schöne Strände! Wir nahmen den Kleinbus nach Bocas del Drago, mussten aber fast eine Stunde warten, bis er endlich voll genug war, um abzufahren. Die meisten Touristen kommen mit einer Tour oder einem Wassertaxi zum Strand, wir sparten uns aber das Geld und spazierten über den gut gemachten Weg. Unterwegs kamen wir immer wieder ganz nah ans mit Palmen gesäumte Ufer. Paradiesisch!
Der Seesternstrand selbst ist ziemlich schmal und die Palmen wachsen auch hier bis ans Wasser. Die vielen Restaurants waren unter der Woche zum Glück halbleer, aber wir konnten uns gut vorstellen, wie es hier am Wochenende zu und her gehen muss.
Wir entdeckten ziemlich schnell die ersten Seesterne, die im kristallklaren Wasser gut zu sehen waren.
Wir breiteten unsere Handtücher unter einer Palme aus, und versuchten die mögliche Fallkurve einer Kokosnuss zu berechnen, damit wir nicht ein tragisches Ende nehmen würden (Spoiler: nur eine Kokosnuss löste sich und fiel 3m hinter uns zu Boden). So verbrachten wir wieder einige Stunden dösend, lesend, schwimmend und entspannend. Wir bereuten, keine Schnorchelausrüstung mitgenommen zu haben, so hätten wir bestimmt noch viel mehr Seesterne gesehen…
Auf dem Rückweg kletterte Alex noch auf eine Palme, die quer über das Wasser wuchs. Neben der tollen Aussicht ergatterte er sich dabei eine schöne Blase an der Hand. Zum Glück blieb sie zu und schmerzte nicht wirklich.
Auch den letzten Tag auf der Insel verbrachten wir gemütlich. Wir arbeiteten am Blog und setzten uns am Nachmittag in eine Beach Bar für einen (oder zwei) Cocktails.
Um uns nach den warmen Tagen am Meer abzukühlen, reisen wir als nächstes wieder in die Berge nach Boquete.
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