Boquete: Chillen in der Kühle
Wir fliehen wieder einmal in die rettende Kühle der Berge. In Boquete verbringen wir mehr Zeit als nötig, wandern, feiern einen Geburtstag und essen Kuchen. Zeit wiedermal administratives zu erledigen.

- Alex & Fabienne
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Anreise
Von Bocas del Toro fuhren wir mit dem Wassertaxi nach Almirante. Unterwegs assen wir sehr leckere Bagel, die wir uns zum Frühstück geholt hatten. Erst beim Weglaufen merkten wir, dass wir nichts für die Fahrt bezahlt hatten. Da wohl alle ein Hin & Zurück Ticket buchen von den Touris, hatte auch niemand mehr danach gefragt. Mit einem etwas schlechten Gewissen marschierten wir an den Taxis vorbei. Wir waren sehr froh, früh unterwegs zu sein, weil die Sonne schon jetzt ziemlich stark auf uns herabbrannte. Bei der Bushaltestelle erkundigten wir uns nach dem richtigen Bus und wurden zur anderen Bushaltestelle etwas ausserhalb geschickt. Auch hier verneinten wir alle Angebote von Taxifahrern, was wir im Nachhinein bereuten. Aber nach knapp 20min Fussmarsch mit dem gesamten Gepäck erreichten wir schliesslich die Bushaltestelle. Wir stiegen in den kleinen Bus ein und fuhren knapp 3 Stunden mit einem Toilettenhalt nach David. Dort stiegen wir in einen Chicken Bus um, der uns in einer Stunde nach Boquete brachte und fast direkt vor unserem Hostel anhielt, weil es direkt beim Dorfplatz ist.
Unser Zimmer war eng, aber wir freuten uns über die eigene Toilette und Dusche. Es war ziemlich kühl, da wir auf ca. 1200 m.ü.M. sind, und die Dusche wollte nur eiskaltes Wasser ausspucken, anscheinend funktionierte ein Zünder nicht (oder die Gasflasche war leer?).
Pipeline Trail
Nach dem Frühstück schnürten wir wieder einmal unsere Trekkingschuhe und füllten unseren Rucksack mit Snacks und Getränken. Damit stiegen wir in ein Colectivo, das uns noch weiter in die Berge brachte. Zwischendurch füllte sich der Kleinbus mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren, die wir vor der Grundschule aufschnappten. Alex zählte mindestens 25 Personen in diesem 15-Plätzer. Nach und nach stiegen sie aber aus und wir konnten wieder aufatmen.
Der Bus liess uns direkt beim Eingang zum Pipeline Trail raus. Wir zahlten 5 Dollar Eintritt und liefen los. Der Weg war ziemlich unspektakulär und stieg leicht an. Das Highlight war definitiv der 1000-jährige Baum, eine mexikanische Ulme. Der mächtigte Stamm ragte bestimmt 25 Meter in die Höhe und Alex konnte es nicht lassen, so weit wie möglich an ihm hochzuklettern.
Am Ende des Wegs kamen wir zu einem kleinen Wasserfall. Das Becken wurde von einem Felssturz komplett mit Steinen gefüllt und wir kehrten schon bald wieder um. Am Wegrand machten wir eine Snackpause. Auf dem Weg hielten wir immer wieder Ausschau nach Quetzales (diesen Vogel haben wir bereits in Costa Rica gesucht), konnten aber keine erspähen. Zum Ende hin verstärkte sich der Nieselregen und wir waren froh, unsere Regenjacken eingepackt zu haben. Wir mussten auch nicht lange auf das Colectivo zurück nach Boquete warten. Wir erwischten sogar den gleichen Fahrer.
Faule Tage
Leider konnten wir unseren Aufenthalt nicht verkürzen, ohne Geld zu verlieren. Da wir mit fünf Nächten ein wenig zu viel gebucht hatten, blieben wir halt ein wenig länger als gewollt. Wir müssen sowieso ein wenig Zeit verbrauchen, da wir auf ein fixes Datum warten, um ins nächste Land zu gelangen. Aye 🦜
Am Samstag spazierten wir durch einen kleinen Autotreff, der direkt vor dem Hostel stattfand, mit alten Autos und bestaunten unter anderem einen alten Mazda RX-7 mit Wankelmotor (Youtube). Ansonsten sassen wir oft auf der Terrasse, arbeiteten am Blog und holten diverse administrativen Arbeiten nach. Das Wetter wurde auch schlechter und wir hatten keine Lust, auf einer Wanderung verregnet zu werden und dafür 10 Dollar Eintritt zu zahlen. Auch die Wanderung auf den Vulkan Barú, der höchste Berg in Panama, wollten wir uns nicht antun, da es etwa 27km mit 1300hm wären und durch den Tag der Gipfel meist in Wolken gehüllt ist, so wie auf Ometepe.
So verbrachten wir auch Alex’ Geburtstag mehrheitlich im Hostel. Am Abend gönnten wir uns einen Dreigänger in einem der vielen italienischen Restaurants. Wir assen so viel, dass wir den Rest von Fabiennes Panna Cotta mitnehmen mussten und den restlichen Abend ächzend unsere Bäuche festhielten.
Fünf Tage ohne Meer waren uns zu viel und unser nächster Halt wird in Santa Catalina sein. Dass nicht immer alle Strände, die wir sehen, schön sind und wieso wir zusammen über 300 CHF für einen Tauchausflug ausgeben, erzählen wir euch schon bald hier.
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